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Medizinischer Fortschritt

Harmonieren Technologie und Medizin?

Hoch entwickelte Technologien sind heute aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. Je reicher ein Land, desto stärker hängt sein Gesundheitssystem von ihnen ab. Neue technologische Errungenschaften wecken neue Bedürfnisse. Jeder möchte im Krankheitsfall von ihnen profitieren können – verständlich, aber kostspielig. Eine weitere Schattenseite ist der manchmal übertriebene Einsatz dieser Technologien.

Rückblick

Die letzten hundert Jahre gelten in der Medizin zu Recht als revolutionär. In unseren reichen Industrieländern sind die früheren, von Freiwilligen betreuten Sanitätsstellen allmählich durch medizinische Einrichtungen von höchster Qualität ersetzt worden. So haben wir einen sehr fortgeschrittenen Entwicklungsstand des Spitalwesens erreicht.

Fortschritt relativ

Die Entwicklungen haben deutlich zur Verbesserung der Gesundheit und der Lebenserwartung der Bevölkerung beigetragen. Amerikanischen Studien zufolge bringt der technologische Fortschritt aber auch Nachteile. Bei Autopsien von tödlich verunfallten Personen wurde festgestellt, dass mit mikroskopisch genauen Analysen gewisse Krebserkrankungen sehr häufig nachgewiesen werden können.

Insbesondere wurden Frauen zwischen 40 und 50 Jahren auf Brustkrebs, Männer zwischen 60 und 70 Jahren auf Prostatakrebs und Erwachsene zwischen 50 und 70 Jahren auf Schilddrüsenkrebs untersucht. Alle Studien kommen zum gleichen Ergebnis. Bei der Schilddrüse ist das Resultat jedoch am auffälligsten: Die grosse Mehrheit der obduzierten Personen hatte Schilddrüsenkrebs in situ, mit dem sie aber noch lange hätten leben können. Diese Ergebnisse zeigen, dass je weiter fortgeschritten die Technologie desto höher die Zahl der Krebs-Diagnosen. Doch ohne Diagnose würde gar keine Behandlung stattfinden, und das hätte praktisch keinen Einfluss auf die Sterberate.

Unnötige Behandlungen?

Ein weiteres Beispiel ist der PSA-Test. Er dient zur Früherkennung von Prostatakrebs, um dadurch die Lebenserwartung bei Männern zu erhöhen. Verschiedene Studien zeigten jedoch eine erhebliche Anzahl an falschen positiven Testergebnissen. Der Erfinder des PSATests selbst, Richard J. Ablin, sagte der New York Times im März 2010, dass er nie geglaubt hätte, dass seine Erfindung in einem solchen «Fiasko im Gesundheitswesen » enden würde. Gemäss seinen eigenen Aussagen wurden Millionen von Männern auf der ganzen Welt unnötigerweise behandelt.

Die positiven Auswirkungen des technologischen Fortschritts sind unbestritten. Doch gewisse Entwicklungen können ungeahnte Auswirkungen auf die Häufigkeit der Diagnose von Krankheiten und ihre Behandlung haben. Daher sollte jede technologische Neuheit permanent und aufs Genaueste geprüft werden, damit beurteilt werden kann, inwiefern sie zur besseren Gesundheit der Patienten beiträgt.

Dr Martin Schneller
Innere Medizin FMH

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