Geben Sie Ihre Postleitzahl oder Ihren Wohnort an; so finden Sie die Groupe Mutuel-Agentur in Ihrer Nähe
  • FR
  • |
  • DE
  • |
  • IT
palais_federale

Qualitätsstrategie des Bundes

Veröffentlichungsdatum: 01.06.2014

Die Umsetzung der Qualitätsstrategie ist als eine gesundheitspolitische Priorität des Bundesrats im Rahmen der Strategie «Gesundheit2020 » aufgeführt. Ziel ist es dabei, die Transparenz zu erhöhen und die Qualität in ausgewählten Bereichen zu verbessern. Für die Groupe Mutuel ist die grösstmögliche Unabhängigkeit der Akteure wichtig. Keine staatliche Stelle – also kein ausschliesslich zuständiges Qualitätsinstitut des Bundes – soll alle nötigen Prozessschritte alleine verantworten. Der Staat soll den Rahmen für Qualitätsverbesserungen im Gesundheitswesen abstecken, nicht aber deren Inhalt definieren. Die Umsetzung der Massnahmen ist nämlich Sache der verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens.

Ausgangslage

Der Bundesrat hat 2009 die Qualitätsstrategie des Bundes im schweizerischen Gesundheitswesen verabschiedet und 2011 einen Bericht zur Konkretisierung dieser Strategie gutgeheissen. Beides bildet die Grundlage für die Aktivitäten des Bundes im Bereich Qualität und Patientensicherheit.


Die Umsetzung der Qualitätsstrategie ist als eine gesundheitspolitische Priorität des Bundesrats im Rahmen der Strategie „Gesundheit2020“ aufgeführt. Ziel ist es dabei, die Transparenz zu erhöhen und die Qualität in ausgewählten Bereichen zu verbessern. Hierzu will der Bundesrat Qualitätsprogramme und ein nationales Institut für Qualität und Patientensicherheit (als öffentlich-rechtliche Anstalt) aufbauen. Ab Anfang 2014 wird sich das Parlament mit der Vorlage und dem nationalen Qualitätsprogramm befassen. Zur Finanzierung des Instituts schlägt der Bundesrat unter anderem eine Abgabe pro Versicherten von rund Fr. 3.- (insgesamt 24 Millionen Franken) pro Jahr vor.


Ziel der nationalen Qualitätsstrategie ist es, die Zahl medizinischer Zwischenfälle und weitere Qualitätsdefizite zu reduzieren und damit nicht nur Sicherheit und Wohlergehen der Patienten zu erhöhen, sondern auch unnötige Kosten zu vermeiden. Der Bund will eine führende Rolle bei der Koordination und Steuerung der Qualitätssicherung einnehmen. Das Schweizer Gesundheitssystem ist im internationalen Vergleich qualitativ gut und sehr leistungsfähig.


Im Spitalbereich setzt sich der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) zusammen mit den Kostenträgern (Versicherern) und den Kantonen bereits für eine koordinierte und einheitliche Messung von Ergebnisqualität und deren einheitliche Bewertung ein. Aussagekräftige Qualitätsmessungen bilden die Grundlage für fortlaufende Qualitätsverbesserungen. Das nützt Patienten, den Leistungserbringern und den Versicherern.


Die Bundesstrategie legt den Fokus auf die Patientensicherheit, die Krankenversicherer hingegen fordern Ergebnisqualität (Effektivität) und damit einhergehende Behandlungsqualität und wirtschaftliche Effizienz.

Position der Groupe Mutuel

Grösstmögliche Unabhängigkeit der Akteure ist wichtig. Keine staatliche Stelle – also kein ausschliesslich zuständiges Qualitätsinstitut des Bundes – soll alle nötigen Prozessschritte alleine verantworten. Der Staat soll den Rahmen für Qualitätsverbesserungen im Gesundheitswesen abstecken, nicht aber deren Inhalt definieren. Die Umsetzung der Massnahmen ist Sache der verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens.

Wettbewerb

Qualitätsmassnahmen und - verbesserungen sind nötig, um die Qualität zu tragbaren Kosten auf hohem Niveau zu halten. Im Wesentlichen sollen die Leistungserbringer durch den Wettbewerb veranlasst werden, nach stetiger Verbesserung der Qualität und nach mehr Effizienz zu streben, diese entsprechend zu dokumentieren sowie verständlich und transparent zu kommunizieren.

Kein staatliches Qualitätsinstitut

Der Staat soll die gesetzlichen Rahmenbedingungen definieren, damit die Gesundheitswirtschaft (Leistungserbringer und Versicherer) die entsprechenden Daten erheben und die Qualitätsmessungen und - bewertungen vornehmen kann. Er soll gleichzeitig die Sanktionen/Massnahmen bei allfälligen Verstössen gegen die Rahmenbedingungen klar und verbindlich regeln. Die Daten und Resultate der Qualitätsmessungen müssen für alle transparent und allgemein verständlich sein und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Es ist Sache der Gesundheitswirtschaft, die Qualitätssicherung zu organisieren. Es braucht kein nationales Qualitätsinstitut unter der Führung des BAG. Vielmehr sollen die bereits bestehenden Strukturen wie z.B. der ANQ und andere anerkannte Institutionen diese Rolle übernehmen.

Keine unnötigen Kosten

Qualitätssicherung und - messung ist primär Sache der Leistungserbringer. Sie sollen in einem Qualitätswettbewerb stehen. Die damit einhergehenden Aufwände sollen nicht auch noch separat und zusätzlich durch die Krankenversicherer finanziert werden, da diese mit den geltenden Leistungstarifen bereits abgegolten sind.


Die Kosten von Qualitätsinstitutionen sind deshalb nicht auf die Versicherten abzuwälzen – weder vom Staat noch von der Gesundheitswirtschaft. Vielmehr ist die Sicherung möglichst einwandfreier Qualität eine Grundlage, die – gerade aus Sicht der Versicherten – als selbstverständlich zu gelten hat.

Transparenz

Die Qualitätsmessungen müssen national einheitlich, umfassend und vergleichbar sein. Zudem müssen deren Resultate transparent und verständlich veröffentlicht werden.

Schlussfolgerungen

Die Groupe Mutuel befürwortet die Umsetzung einer nationalen Qualitätsstrategie und die Ausarbeitung von Qualitätsprogrammen durch die Tarifpartner. Dabei hat sich der Bund auf die Definition der gesetzlichen Rahmenbedingungen und allfälliger Massnahmen/Sanktionen zu beschränken. Auf ein nationales Qualitätsinstitut ist zu verzichten. Bestehende Strukturen im Bereich Qualität sind zu unterstützen und entsprechend zu nutzen. Die Qualitätssicherung ist Sache der im Gesundheitswesen engagierten Anbieter, mit Unterstützung der Versicherer. Massnahmen zur Messung und zur Verbesserung der Qualität sind demnach auch so zu gestalten, dass für die Versicherten kein Zusatzaufwand und keine zusätzlichen Kosten entstehen, aber jederzeit volle Transparenz und Zugänglichkeit der Daten (Resultate und Bewertungen der Qualitätsmessungen) sichergestellt sind. Der so verbesserte Wettbewerb unter den Leistungserbringern soll einen Anreiz für die Verbesserung der Qualität darstellen.

Mein Warenkorb

Prämie 2016 berechnen

Das neue LOGIN

Ihre Agentur

Mein Warenkorb

Prämie 2016 berechnen

Das neue LOGIN

Ihre Agentur