Schwitzen ist gut für die Gesundheit

16. August 2018

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Eine der Hauptaufgaben unseres Körpers ist es, die optimale Temperatur zu halten. Ist es zu heiss, wehrt sich unser Körper mit Schweiss. Auch wenn dieser Vorgang uns ab und zu lästig ist, ist er doch ein Zeichen für einen gesunden Körper. Hunde zum Beispiel, die nicht schwitzen können, hecheln mit heraushängender Zunge. Wir sind mit unserem schwitzenden Körper also gar nicht schlecht bedient!

Weshalb schwitzen wir?

Schweiss besteht aus 99% Wasseranteil, Mineralien und Toxinen. Durch das Schwitzen reinigen wir auch unseren Körper. Wir Schwitzen, um überschüssige Wärme aus unserem Körper zu entfernen. Dies kann aus zwei Gründen geschehen: Entweder ist es in unserer Umgebung zu heiss oder wir produzieren selbst zu viel Wärme.

  • Die Hitze kommt von aussen: Wenn eine zu hohe Aussentemperatur unsere Innentemperatur erhöht, geben wir unnötige Grad durch unsere Poren ab.
  • Die Hitze kommt von innen: Bei körperlicher Anstrengung oder Fieber produzieren wir selbst zu viel Wärme. Diese überschüssige Wärmeenergie wird durch Schwitzen kompensiert.

Damit wir beim Sport auf Touren kommen, brauchen unsere Muskeln viel Energie. Dies erzeugt Wärme, welche ausgeschwitzt wird. So verlieren wir täglich 1 bis 10 Liter.
Unser inneres Thermometer, der so genannte Hypothalamus, fordert unsere Schweissdrüsen auf, aktiv zu werden. Diese öffnen sich auf allen Poren unserer Haut. Sie nehmen das im Blutplasma der nahegelegenen Gefässe enthaltene Wasser auf. Das Wasser dringt dann durch die Poren an die Oberfläche der Haut und gibt seine Wärme an die äussere Umgebung ab.

Schweiss während der Anstrengung

Für sportlichere Menschen beginnt die Aktivierung des Schwitzens bei einer durchschnittlichen Körpertemperatur von 37,2°C. Für mehrheitlich sitzende oder unsportlichere Menschen erst bei einer Temperatur von 37,7°C. Je schneller Sie schwitzen, desto fitter sind Sie!
Aber passen Sie auf den daraus resultierenden Wasserverlust auf! Der Verlust von 2% Ihres Gesamtgewichts in Wasser reduziert die physische Kapazität um sage und schreibe 20%. Es ist daher wichtig, die Dehydration nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Kleine Schlucke, grosse Schritte

Beim Sport ist es sehr wichtig, regelmässig zu trinken. Wenn man am Ende des Trainings zwei Liter Wasser in einem Zug trinken möchte, ist das falsch. Wenn Sie merken, dass Sie durstig sind, ist es schon zu spät. Deshalb trinken Sie am besten bereits zu Beginn des Trainings. Zwei bis drei Schlucke alle zwanzig Minuten sind effektiv gegen die Dehydration und magenverträglich.
Übrigens: Auch wenn es draussen deutlich kälter ist, schwitzt man und sollte genügend Flüssigkeit zu sich nehmen!

Autor(in)

Online-Redaktorin

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