Die biologische Landwirtschaft

30. Juli 2018 | Kommentar(e) |

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Die biologische Landwirtschaft ist auf dem Vormarsch. Während ihre Produkte früher Haushalten mit einem überdurchschnittlichen Einkommen vorbehalten waren, sind sie mittlerweile für alle erschwinglich. Bio-Gemüse ist heute ähnlich teuer wie das herkömmliche und hat einen guten Ruf. Was gut für uns ist, ist auch gut für die Umwelt.

Wenn sich die Kulturen Mitbewohner suchen

In der herkömmlichen Landwirtschaft herrscht die Monokultur vor. Das bedeutet, dass auf einer bestimmten Fläche nur eine Art angepflanzt wird. Mit diesem System vermehren sich die Schädlinge der Pflanze. Dies geschieht erstens, weil die Pflanze, von der sie sich ernähren, nach Belieben wächst. Zweitens verlassen ihre natürlichen Feinde den Ort und suchen einen geeigneteren Lebensraum. Um die Monokultur vor dem Befall zu retten, bleibt nur die chemische Lösung.

Im Gegensatz dazu bevorzugt die biologische Landwirtschaft Mischkulturen. Indem sie auf einer Fläche mehrere Arten anpflanzen, erhalten die Landwirte die biologische Vielfalt. Die Lebewesen, die das Gebiet bewohnen, sind vielfältig und umfassen auch zahlreiche nützliche Insekten und gefährdete Tiere. Das natürliche Gleichgewicht des Ökosystems verhindert die unkontrollierte Ausbreitung von Schädlingen. So sind die Ernten geschützt und der Einsatz von Pestiziden kann deutlich vermindert werden.

Ziel Nummer eins: ein gesunder Boden

Neben der Kohabitation verschiedener Sorten ist auch die Bodenbewirtschaftung ein zentrales Thema der biologischen Landwirtschaft. Nachdem eine Ernte während ihres Wachstums dem Boden Nährstoffe entzogen hat, muss eine Pflanze angesät werden, die andere Bedürfnisse hat. So hat der Boden noch etwas zu geben und kann sich langsam regenerieren. Die Zersetzung von organischen Stoffen gibt dem Boden einen Schub: Dung und Kompost steigern die Fruchtbarkeit, und es ist nicht notwendig, Kunstdünger einzusetzen.

Die ökologische Landwirtschaft ist daher eine qualitativ hochstehende Landwirtschaft. Sie ist vergleichbar mit einem Athleten, der mithilfe von Training und seiner guten Körperkenntnis vorankommt, sich aber von Doping fernhält

Vorteile für die Gesundheit

Auch wenn die durchgeführten Studien noch weiter bestätigt werden müssen, konnte man bei biologisch angebauten Lebensmitteln zwei grosse Vorteile für unsere Gesundheit feststellen:

  • Keine Chemikalien. Pestizide, Herbizide oder Fungizide: Sogenannte neurotoxische Substanzen dringen in die Früchte ein und hinterlassen dort ihre Spuren. Trotz gründlichem Waschen gelangen die gesundheitsgefährdenden Stoffe in unseren Körper.
  • Mehr Phylphenole. Die farbigen Moleküle sind hervorragende Antioxidantien. Diese sind sehr gesund und können insbesondere Krebs vorbeugen. Bio-Produkte enthalten deutlich mehr davon als die Produkte der herkömmlichen Landwirtschaft.


Wenn es gut für uns und für die Natur ist, müssen wir es erhalten. Vergessen Sie nicht, wenn möglich lokale und saisonale Produkte zu essen.

Autor(in)

Online-Redaktorin

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