Es ist an der Zeit, unseren Senioren etwas Zeit zu schenken

26. März 2020 | Kommentar(e) |

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Oft denken wir bei unseren älteren Mitmenschen an Heimbewohner, aber die überwältigende Mehrheit der Senioren führt ein eigenständiges Leben. Sie sind in dieser Krise vor allem auf unsere Hilfe angewiesen. Aber unterstützen können wir uns alle – egal ob jung oder alt. Wir haben ein paar Ideen gesammelt.

Die Einsamkeit mit einem Anruf besiegen

Rufen Sie Ihre Angehörigen öfter an als üblich.
Diese Nähe (die durch Video mit WhatsApp oder Skype zusätzlich verstärkt werden kann) ermöglicht es Ihnen, in Kontakt zu bleiben, zu kommunizieren und sich über die kleinen und grossen Sorgen des Alltags auszutauschen. Auf diese Weise fühlt sich niemand im Stich gelassen und alle können sich auf das tägliche Telefonat freuen.

Richten Sie eine Telefonkette – ähnlich wie die Alarmketten in der Schule – ein.
So blieben Sie regelmässig mit mehreren Personen in Kontakt. Sie können auch jede Woche ein Thema bestimmen, über das Sie anschliessend am Telefon diskutieren. Dieser Trick erlaubt es Ihnen, die sozialen Kontakte zu organisieren und aufrechtzuerhalten – und dabei niemanden zu vergessen.

Einkaufen, Medikamente: Wie organisieren Sie am besten Ihre Einkäufe?

Wenn Sie selbst nicht einkaufen gehen oder Ihren Liebsten diesbezüglich nicht helfen können, so gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Die grossen Supermärkte liefern entweder nach Hause oder bieten die Möglichkeit, Ihre Bestellung für Sie vorzubereiten, damit Sie sie vor Ort abholen können. LeShop.ch, coop@home oder Manor bieten diese Art von Dienstleistungen an. Es ist zurzeit aber mit langen Lieferzeiten zu rechnen. Um kleinere KMU zu unterstützen, zögern Sie nicht, sich an lokale Produzenten zu wenden, die ein Hauslieferungssystem eingerichtet haben.
  • Essenslieferungen der Prosenectute
  • Trotz der Nähe wissen wir nicht immer, ob jemand in der Nachbarschaft Hilfe braucht. Bitten Sie um Hilfe oder bieten Sie Ihre an – so werden am Ende alle satt.

Lachen, Spass haben und sich die Zeit vertreiben

Ohne all dies ist das Leben sehr traurig. Und die Einsamkeit, die viele Menschen schon zu normalen Zeiten erleiden, wird in dieser Krise für manche noch wesentlich verstärkt. Deshalb gilt es, sich zu unterhalten und abzulenken. Testen Sie zum Beispiel Abonnements für Spotify, Netflix oder Youtube. Diese Websites und Apps bieten eine Fülle von unterhaltsamen Inhalten für alle Altersgruppen. Oder besuchen Sie die Nano Startseite (SRF), um Ihre Nachmittage unterhaltsam und spielend zu gestalten. Und wenn Sie oder Ihre Eltern keinen Internetzugang haben, dann können Sie sich zu Hause Aktivitäten wie Malen, Lesen, Sport oder das Erlernen einer neuen Sprache widmen.

Eine Krise, die viel über uns sagt

Diese Krise zeigt bereits nach wenigen Tagen der Einschränkungen, was uns wirklich wichtig und wie zerbrechlich unsere Gesellschaft doch ist. Gerade in den Momenten, in denen unsere wichtigsten Bedürfnisse nicht erfüllt werden können. Ältere Menschen haben nicht unbedingt die gleichen Möglichkeiten, ihre sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten oder keinen Zugang zum Internet. Die Abhängigkeit von anderen für bestimmte tägliche Aufgaben ist daher sehr real. Dies reicht von Nahrung über Unterhaltung bis hin zu dem wertvollsten aller menschlichen Bedürfnisse: der Sozialisierung. All diese Aktivitäten sind in der Tat unerlässlich, um die Stimmung aufrechtzuerhalten und sich immer lebendig und neugierig zu fühlen. Die Einsamkeit ist überall, also kümmern wir uns um einander.

Autor(in)

Online-Redaktor

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