Wie sich Lärm auf unsere Gesundheit auswirken kann

14. Februar 2023 | Kommentar(e) |

Akustikform-GmbH

Die Fasnacht steht vor der Tür. Und mit ihr jede Menge Lärm. Starke Beschallung der Ohren wirkt sich nicht nur negativ auf unsere Hörleistung aus. Auch andere gesundheitliche Schäden können die Folge sein. Wir erklären Ihnen, wie viel Schall unser Körper verträgt und welche Schäden durch zu viel Lärm entstehen können. Am Ende finden Sie noch ein paar Tipps, die Ohren und Körper schonen sollen.

Ab wann schadet Schall unserer Gesundheit?

Ob wir ein Geräusch als störend empfinden oder nicht, hängt in erster Linie nicht mit der Lautstärke zusammen. Das Ticken einer Uhr kann uns beispielsweise wahnsinnig machen, ein gutes Lied bei einem Konzert hingegen Freude bereiten. Das leise Zwitschern der Vögel im Wald beruhigt uns, während uns die Lärmbelästigung durch Nachbarn reizt. Doch egal, ob das Geräusch erwünscht ist oder nicht, ein hoher Schalldruck stellt in jedem Fall eine Belastung für unser Hörorgan dar.

Hier eine kleine Übersicht, was Lärm bei uns auslösen kann:

  • Ab einer Lautstärke von 40 dB (Dezibel), bei Geflüster oder dem Hören leiser Musik, sind Lern- und Konzentrationsstörungen möglich.
  • Bei längerer Belastung durch 60 dB (z.B. ein normales Gespräch) kann es zu Gehörschäden kommen. Bereits bei 50 bis 60 dB und pro Zunahme um zehn Dezibel erhöht sich das Risiko einer Herz-Lreislauf-Erkrankung um acht Prozent. Ein großer LKW verursacht einen Schallpegel von 90 Dezibel, ein Flugzeugstart 120 Dezibel, und ab 130 Dezibel beginnt beim Menschen die sogenannte Schmerzgrenze.
  • Bei Arbeiten mit einem Lärmpegel von 85 dB ist ein Gehörschutz verpflichtend. An einer stark befahrenen Strasse oder Kreuzung wird diese Lautstärke ebenso häufig erreicht.
  • Lärm mit einer Lautstärke von 120 dB, etwa bei der Verwendung einer Kettensäge, kann bereits nach kurzer Einwirkung bleibende Schäden verursachen.

Übrigens: Ein doppelt so hoher Dezibel-Wert bedeutet keine Verdoppelung des Schalldruckpegels. Eine Steigerung von 10 dB wird von uns bereits als Verdoppelung der gefühlten Lautstärke wahrgenommen. Beispielsweise ist ein Gespräch bei 60 dB gefühlt doppelt so laut wie Vogelzwitschern bei 50 dB.

Ein paar Regeln für ein besseres Wohlbefinden

Welche Auswirkungen hat Lärm auf den Körper?

Laute Geräusche schaden unserer Gesundheit. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Dauer der Belastung. Denn dauerhafter Lärm, der uns über Jahre hinweg begleitet, kann in einer Schädigung der Sinneshärchen im Ohr resultieren. Eine Erholung ist bei einer vorübergehenden Belastung durchaus möglich – vorausgesetzt es war nicht zu laut. Eine permanente Schädigung macht sich beispielsweise durch Schwerhörigkeit bemerkbar.

Lautstärken von 140-160 dB können ein akutes oder chronisches Schalltrauma auslösen. Diese entstehen etwa bei einem Schuss oder explodierenden Knallkörper. Ist die Druckwelle zu viel für das Trommelfell, kann es auch reissen. Ausserdem können laute Geräusche zu einem Tinnitus oder Hörsturz führen.

Indirekt birgt Lärm die Gefahr einer Störung des Herz-Kreislauf-Systems. Lärm bedeutet Stress – infolgedessen schüttet unser Körper Stresshormone aus. Die Folge: Unser Blutdruck sowie die Herz- und Atemfrequenz steigen. Lärm in der Nacht beeinträchtigt die Schlafqualität und kann Verspannungen sowie Aufwach- und Schreckreaktionen nach sich ziehen. Auch die Psyche leidet unter ständigem Lärm. Guter Schlaf und eine gesunde Psyche sind jedoch die Voraussetzung für ein starkes Immunsystem

Wie wir unser Gehör schützen können

Hören ist ein grundlegender Sinn, den wir brauchen, um uns in der Welt zurechtzufinden. Deshalb sollten wir auch unbedingt darauf achten, dass unser Gehör geschont und keinem unnötigen Lärm ausgesetzt wird:

  • Wenn Sie Musik über Kopfhörer hören, drehen Sie die Lautstärke auf ein Minimum.
  • Halten Sie möglichst viel Abstand zur Geräuschquelle.
  • Machen Sie bei Verdacht einen Hörtest. So kann ein möglicher Hörverlust rechtzeitig entdeckt und entsprechend behandelt werden.
  • Stellen Sie laute Kühlschränke oder Waschmaschinen auf bzw. vor weiche Unterlagen, um sie von Wänden und Böden zu trennen.
  • Halten Sie sich die Ohren zu, wenn Sie ein Geräusch als störend wahrnehmen.
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