Sonne, Hitze – und ausreichend Wasser

28. Juni 2021 | Kommentar(e) |

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Hitzschlag, Sonnenstich und Dehydrierung sind die Schattenseiten des Sommers. Häufig machen wir Sonne und Hitze für all diese Beschwerden verantwortlich, doch Hand aufs Herz: Wird uns plötzlich schwarz vor Augen, sind wir oft mitschuldig, weil wir nicht genügend Wasser trinken. Für einen sorglosen Sommergenuss sollten wir stets ein Gläschen trinken – auf unsere Gesundheit!

Auch wenn mein Körper nicht mehr in vollem Wachstum ist, braucht er Wasser.

Ohne Wasser kein Leben – ein Sauerstoffatom und zwei Wasserstoffatome treffen aufeinander und schon wird alles möglich. Wir Menschen bestehen zu 60% bis 70% aus Wasser. Die klare Flüssigkeit gewährleistet eine Vielzahl unserer lebenswichtigen Funktionen:

  • Atmung: Wasser stabilisiert das Blutvolumen in unserem Körper. So gelangt ausreichend Sauerstoff in unser Gehirn, in unsere Organe und Muskeln.
  • Verdauung: Die Speichelmenge ist für das gute Verdauen der Lebensmittel entscheidend.
  • Regulierung der Körpertemperatur: Durch Aufrechterhaltung einer optimalen Körpertemperatur funktioniert unser Stoffwechsel richtig und Hitze kann über Schweiss abgeleitet werden.
  • Detox: Mit dem Urin scheiden wir alle möglichen körperschädigenden Abfallstoffe aus.
  • Immunsystem: Die Haut, der erste mechanische Verteidigungswall des menschlichen Körpers, besteht zu 80% aus Wasser. Flüssigkeitsaufnahme unterstützt die Zellerneuerung und stimuliert die Haut für einen optimalen Schutz.

Apéro zählt nicht!

Ein Bier nach dem Fussballtraining oder ein Glas Rosé auf der Terrasse – zwar äusserst angenehm, aber nur wenig zielführend. Denn in Sachen Flüssigkeitszufuhr ist Wasser nicht zu toppen. Beim Alkohol verhält es sich genau umgekehrt: Je mehr Alkohol wir trinken, desto eher dehydrieren wir. Nicht logisch, finden Sie? Schauen wir uns das doch etwas genauer an.

Alkohol enthält Ethanol. Ethanol wird von unserem Körper als Gift angesehen. Folglich wird unser Organismus versuchen, die Substanz zu verdünnen, indem er sie in unserem gesamten Körper verteilt. Doch Ethanol wirkt auf ein Hormon, das unser Körper produziert: Vasopressin.

Vasopressin ist antidiuretisch, sprich es bewirkt die Bewahrung von Wasser in unserem Körper. Ethanol hemmt die Produktion von Vasopressin, womit unser Körper vermehrt Wasser ausscheidet. Das ist der Grund dafür, dass man häufiger auf die Toilette muss, je mehr Alkohol man trinkt.

Schlussendlich haben wir mehr Wasser verloren als zu uns genommen und spüren die Wirkung der Dehydrierung, besser bekannt als Kater. Erinnern Sie sich noch an den Tipp des grossen Bruders vor der ersten Party?
- Nach jedem Glas Alkohol ein Glas Wasser trinken!
Nur schwierig zuzugeben, doch er hatte recht! Wasserzufuhr heisst das Wundermittel, damit man nicht den ganzen Sonntag mit einem Hangover verbringen muss.

Wie viel Wasser braucht man täglich?

Für einen optimalen Wasserhaushalt sollte man jeden Tag die gleiche Menge Wasser trinken, die man verliert. Der Stoffwechsel benötigt einen Liter Wasser täglich. Schwitzen und Urin verbrauchen gut 1,5 Liter pro Tag. Das Essen liefert uns rund 20% des täglichen Wasserbedarfs, ausser Sie sind Astronaut/-in auf Dienstreise und nehmen nur gefriergetrocknete Nahrung zu sich... Folglich bleiben also zwei Liter, die man täglich trinken sollte.

Zwei Liter entsprechen rund acht Gläsern à je 25 cl. Um dieses Ziel einfacher zu erreichen, sollte man die Gläser über den Tag verteilen:

  • Ein Glas Wasser beim Aufstehen, eines beim zu Bett gehen.
  • Zwei Gläser während dem Essen.
  • Ein Glas Wasser zum Kaffee.
  • Die drei anderen müssten sich einfach über den Tag verteilen lassen.

Gut hydriert helfen wir unserem Körper dabei, reibungslos zu funktionieren.

Autor(in)

Online-Redaktorin

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