Was kann man gegen Verdauungsbeschwerden tun?

19. April 2022 | Kommentar(e) |

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Blähungen, Übelkeit, Sodbrennen, schlechte Verdauung oder Darmgase – auch wenn Verdauungsbeschwerden meistens nicht schwerwiegend sind, so können sie das alltägliche Leben ernsthaft beeinträchtigen. Und über die Jahre neigen diese kleinen alltäglichen Beschwerden unglücklicherweise dazu, sich zu verstärken. Was kann man also tun, um die Situation zu verbessern?

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die an Verdauungsbeschwerden leiden, seien Sie beruhigt: Sie sind nicht allein. Ein grosser Teil der Bevölkerung ist von mindestens einer Verdauungsstörung betroffen. Für viele sind diese Beschwerden nicht problematisch. Bei einigen kann dies zuweilen den reibungslosen Tagesablauf behindern und sich mit der Zeit als wirklich belastend erweisen.

Zumal sich diese Beschwerden mit zunehmendem Alter oftmals verstärken. Im Alter erneuert sich nämlich die Magenschleimhaut weniger schnell und hat eine Tendenz zu verkümmern, was mit einer verminderten Sekretion von Verdauungsenzymen in Magen und Darm einhergeht. Daraus resultieren eine verlangsamte Verdauung und zu allem Überfluss auch noch ein schweres und unangenehmes Gefühl.

Eine Verdauungsstörung ist nicht gleichbedeutend mit einer Verdauungspathologie

Probleme in Zusammenhang mit der Verdauung sind vielfältig. Auch wenn sie nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten, sind die sogenannten funktionellen Verdauungsstörungen meist harmlos und von nachgewiesenen Pathologien wie zum Beispiel einem Geschwür abzugrenzen. Unter den funktionellen Verdauungsstörungen sind Übelkeit, Sodbrennen und Blähungen häufige Beschwerden.

Zur Bezeichnung dieser Verdauungsstörung verwendet man den Begriff «Dyspepsie». Gäbe es ein magisches Rezept gegen diese manchmal lästigen Beschwerden, dann wäre es sicher bekannt! Aber zum Glück gibt es dennoch ein paar kleine Tricks, die man im Alltag umsetzen kann und die unsere Verdauung verbessern können.

Ein paar Regeln für ein besseres Wohlbefinden

Ein paar Regeln für ein besseres Wohlbefinden

  • Langsam essen und gut kauen. Dieser Rat mag grundlegend erscheinen, aber man sollte wissen, dass die Verdauung im Mund beginnt. Besseres Kauen erleichtert Ihrem Magen anschliessend das Leben. Es ist auch ratsam, statt einer grossen Mahlzeit mehrere kleine, leichte Mahlzeiten zu sich zu nehmen, um die Magenschleimhaut zu schonen.
  • Trinken, trinken und noch mehr trinken – aber nicht irgendetwas! Wasser ist unser bester Freund, um unseren Flüssigkeits- und Mineralbedarf zu decken. Achten Sie aber darauf, während den Mahlzeiten nicht zu viel zu trinken.
  • Bevorzugen Sie ballaststoffreiche Speisen. Diese sind essenziell für eine gute Funktion des Verdauungssystems. Man findet sie in Früchten, Gemüse, Hülsenfrüchten, bestimmten Körnern und Vollkorngetreide.
  • Meiden Sie zu fetthaltige Speisen, denn Fette gehören zu den Nährstoffen, die am langsamsten verdaut werden. Meiden Sie es auch, zu oft stark gewürzte Speisen zu sich zu nehmen, denn diese erhöhen die Sekretion von Magensäften und können zu einer Reizung der Magenwand führen. Bestimmte Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Kaffee, verstärken ausserdem die Magensäure und können Verdauungsstörungen bewirken.
  • Bewegen Sie sich! Es ist nicht nötig, jeden Tag 3 Stunden zu joggen und 10 Kilometer Schmetterlingsschwimmen zu absolvieren, aber eine regelmässige körperliche Aktivität fördert eine gute Verdauung. Denken Sie also daran, nach den Mahlzeiten einen kleinen Spaziergang zu machen. Er hilft ihnen dabei, das Essen besser zu verdauen.

Bevorzugen Sie eine gesunde Ernährung

Industrielle Nahrungsmittel stellen eine Gefahr für das Verdauungssystem dar. Studien belegen, dass stark verarbeitete Produkte mit dem Auftreten von Magen-Darm-Beschwerden wie dem Reizdarmsyndrom in Verbindung stehen. Industrielle Lebensmittel sind sehr ballaststoffarm und belasten unseren Darmtrakt.

Natürlich wird niemand mit dem Finger auf Sie zeigen, wenn Sie Ihrem panierten Lieblingsfisch aus der Tiefkühlabteilung nicht widerstehen können. Denken Sie aber daran, dass eine gute Darmgesundheit am besten mit einfachen, selbst zubereiteten Speisen erhalten wird. Als Ergänzung kann die Einnahme von Probiotika hilfreich sein. Diese beinhalten gute Bakterien, die ein gutes Gleichgewicht der Mikroorganismen im Darm begünstigen und die Verdauung erleichtern.

Ungeachtet dessen kann die Gesellschaft, in der wir leben und die uns ein rasantes Tempo mit Zwängen und Anforderungen diktiert, eine nicht zu unterschätzende Dosis Stress erzeugen, die sich direkt und schädlich auf die Verdauung auswirken kann. Dann ist der beste Ratschlag von allen also vielleicht folgender: Lernen Sie, sich Zeit zu nehmen, und Ihr Magen wird es Ihnen danken.

Livia Zimmermann

Autor(in)

Community Managerin

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