Durch Ergonomie Gesundheit und Effizienz unter einen Hut bringen

13. August 2026 | Kommentar(e) |

Adrien Jacquérioz

Für einen bevorstehenden Standortwechsel ihrer Logistiksparte hat sich OIKEN, eine wichtige Akteurin im Walliser Energiesektor, die Unterstützung der Groupe Mutuel gesichert. Im Fokus standen dabei die gesundheitlichen Bedingungen für die Teams, sowohl körperlich als auch kognitiv und organisatorisch.

«Arbeitsbereiche neu denken und Abläufe hinterfragen, oder wie OIKEN in das Wohlbefinden am Arbeitsplatz investiert hat, um zur Motivation und Effizienz der Angestellten beizutragen. »

Der Kontext: die Logistik als Herzstück des Unternehmens

Arbeitsbereiche neu denken und Abläufe hinterfragen, oder wie OIKEN in das Wohlbefinden am Arbeitsplatz investiert hat, um zur Motivation und Effizienz der Angestellten beizutragen.

Die Logistikerinnen und Logistiker von OIKEN sind das Rückgrat der Firma. Sie sorgen dafür, dass das Material rechtzeitig bereitsteht, Abläufe reibungslos funktionieren und im Betrieb immer alles rund läuft. Der Bezug eines neuen Technik- und Logistikzentrums und die Zusammenführung der Teams aus Sitten und Siders waren die perfekte Gelegenheit, Prozesse zu vereinheitlichen, das Arbeitsumfeld sinnvoller zu gestalten und so die Effizienz des gesamten Unternehmens zu verbessern.

  • Das Ziel? Weniger körperlich anstrengende Aufgaben und psychische Belastung, um ein gesundes, effizientes Arbeitsumfeld zu schaffen.

Der Auftrag: Gesundheit und Performance unter einen Hut bringen

Die Aufgabe unserer CorporateCare-Spezialistin bestand also in erster Linie darin, die Ergonomie im Arbeitsalltag der Logistikerinnen und Logistiker unter die Lupe zu nehmen, um die Organisation, die Abläufe, die Handgriffe, Unvorhergesehenes und Abhängigkeiten in der Firma besser zu verstehen.

Dazu führte sie zuerst ein Vorgespräch mit der HR-Leiterin und dem Bereichsleiter, bevor sie dem Team einige Tage über die Schulter schaute, mit den Mitarbeitenden einzeln und im Team sprach und einen Fragebogen zu Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz ausfüllen liess. So wurden Diskrepanzen zwischen der Realität des Arbeitsalltags und dem Pflichtenheft der Mitarbeitenden aufgedeckt, Spannungsfelder erkannt und die zur Verfügung stehenden Hilfsmittel ausgewiesen.

«Gesunde Mitarbeitende steigern die Performance eines Unternehmens. »

Die Beobachtungen: Sand im Getriebe, aber auch Chancen

Im Fokus standen dabei die gesundheitlichen Bedingungen für die Teams, sowohl körperlich als auch kognitiv und organisatorisch.

Die Analyse hat körperliche, organisatorische und psychosoziale Belastungen zutage gebracht, darunter

  • ungesunde Körperhaltungen,
  • Lärm, Staub und Temperaturschwankungen,
  • aber auch ständige Arbeitsunterbrüche und die mangelnde Wertschätzung für den Beruf.

Gleichzeitig konnten aber auch Faktoren aufgezeigt werden, die sich positiv auf die Arbeitsumgebung auswirken:

  • gute Stimmung im Team,
  • abwechslungsreiche Aufgaben,
  • angemessene körperliche Belastung,
  • gute Ausrüstung
  • und Vorgesetzte, die stets ein offenes Ohr haben.
Diese Auseinandersetzung mit der bestehenden Struktur floss direkt in die Ausgestaltung der neuen Arbeitsbereiche ein, damit diese den Bedürfnissen und Aufgaben der Logistikerinnen und Logistiker besser gerecht werden. Zudem konnten einige Verbesserungen direkt umgesetzt werden.

Lise Grangier-Théoduloz, spécialiste CorporateCare au Groupe Mutuel

«Gesunde Mitarbeitende steigern die Performance eines Unternehmens. Nur wenn man sich Zeit nimmt, die Arbeitsabläufe im Alltag unter die Lupe zu nehmen, und den Mitarbeitenden zuhört, können Lösungen gefunden werden, die sowohl den Mitarbeitenden als auch dem Unternehmen etwas bringen. »

Lise Grangier-Théoduloz, CorporateCare-Spezialistin bei der Groupe Mutuel

Die Empfehlungen: technisch, organisatorisch und personell

Das Verbesserungspotenzial, das unsere Expertin erkannt hat, lässt sich in drei Kategorien unterteilen:

  • Technisch: maschinelle Hilfsmittel, individuell anpassbare Arbeitsbereiche, klar eingezeichnete, aufgeräumte Packstationen, Einführung eines Systems zur Anmeldung von Lieferungen.
  • Organisatorisch: klar definierte Bereiche für das Ver- und Entpacken von Lieferungen, eingeschränkter Zugang zum Lager, um Arbeitsunterbrüche zu vermeiden, Einrichtung eines Lagerdispositivs, neu gedachte Computerarbeitsplätze.
  • Personell: Aufwertung des Logistikerberufs (interne Kommunikation, Logistikprojekte in den Fokus rücken), konsequenter Austausch von Best Practices, regelmässige Sicherheitsanweisungen, Einführen von Dehn- und Entspannungsübungen.
Diese Empfehlungen zielen allesamt darauf ab, ein angenehmeres Arbeitsumfeld zu schaffen, die psychische Belastung zu verringern und die Effizienz der Logistikteams zu stärken. Denn die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Ergonomie beschränkt sich nicht auf die Ausrüstung, sondern umfasst sämtliche Abläufe in einem Unternehmen.

Marco Marquis, responsable Logistique chez OIKEN

«Wenn sich meine Teams in einem gesunden und klar strukturierten Umfeld bewegen und die richtige Ausrüstung haben, sind sie automatisch motivierter bei der Sache, was sich natürlich auf die Qualität der Arbeit auswirkt. »

Marco Marquis, Leiter Einkauf, Logistik und Versicherungen bei OIKEN

Das Video zum Projekt:

Nutzen Sie das Know-how unseres CorporateCare-Teams

Wie steht es um die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeitenden? Sind Sie mit Fehlzeiten konfrontiert und wissen nicht, wo der Hebel anzusetzen ist? Unser CorporateCare-Team weiss Rat. Auf Basis einer Vor-Ort-Analyse finden wir gemeinsam mit Ihnen die passende Lösung: von der schnell umsetzbaren Massnahme bis zur umfassenden BGM-Strategie.

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