Weibliche Führungsstärke: Ambitionen zeigen!

13. Januar 2026 | Kommentar(e) |

Matthias Vauthier

In der Schweiz wie anderswo nimmt der Anteil an Frauen in Führungspositionen nur sehr langsam zu. So waren 2024 nur gerade ein Viertel der Führungskräfte Frauen. In Zeiten des Fachkräftemangels ist es absolut zentral, vermehrt auf die firmeninternen Kompetenzen zu setzen. Genau deshalb legen wir bei der Groupe Mutuel viel Wert auf Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion. Das sind weit mehr als trendige Buzzwords und wohlklingende Konzepte zur Steigerung der Performance oder des Engagements der Mitarbeitenden.

Konkrete Massnahmen

Seit 2020 haben 43 Mitarbeiterinnen ein Programm für Frauen in Führungspositionen absolviert, wovon zwei Drittel danach eine neue Stelle annehmen konnten. Darüber hinaus ist es auch eine Investition ins Vertrauen, den Ehrgeiz und der Dynamik der Mitarbeitenden. Das Programm ist eine Bereicherung für die Unternehmenskultur und zeigt, dass man sich bei der Groupe Mutuel nicht mit Konzepten zufriedengibt, wenn es um Frauen in Führungspositionen geht.

Doch was sagen Teilnehmende zu diesem Kulturwandel? Noémie Remacle (Mitglied der Direktion) und Claire Galesne (strategische Projektmanagerin) erzählen, wie sie das Programm erlebt haben.

Was hat euch dazu bewogen, am Programm teilzunehmen?

Noémie Remacle: Als ich zur Groupe Mutuel gestossen bin, fehlte es mir an Selbstvertrauen und ich litt am Imposter-Syndrom. Mir wurde das Leadership-Programm für Frauen empfohlen, und neugierig wie ich bin, habe ich mich angemeldet.

Claire Galesne:Die Idee, einen Leadershipkurs für Frauen zu besuchen, entstand im Gespräch mit meinem Vorgesetzten und dem HR. Ich habe mich für das Programm der Universität St. Gallen entschieden, nicht nur, weil es eine gute Uni ist, sondern auch wegen der regionalen Verankerung und dem positiven Feedback einer Kollegin.

Was hast du über dich gelernt?

Claire Galesne: Die Module zum Führungsstil und zur psychischen Gesundheit haben mir geholfen, etwas Abstand zu gewinnen und meine Prioritäten zu überdenken. Und ich weiss jetzt, wo ich ansetzen kann. Dank dem Programm kann ich meine persönliche Entwicklung mit mehr Selbstvertrauen in Angriff nehmen.

Noémie Remacle: Der Kurs hat mir aufgezeigt, welchen Führungsstil ich habe, wie ich meine Stärken besser ausspielen kann und wie ich mich von anderen abhebe. Die Selbstreflexion hat mir geholfen, Kraft zu schöpfen und meine Art und Weise, Leute zu führen, zu verfeinern. Das hat mein Selbstvertrauen gestärkt, egal ob im Beruf oder im Privatleben. Heute bin ich viel mutiger.

Wie haben sich deine Karriere und dein Verhalten nach dem Kurs verändert?

Noémie Remacle: Der Kurs hat mir neuen Schub gegeben. Ich stieg von der strategischen Projektleiterin zur Leiterin Organisatorische Transformation & Stab Gesundheit Privatpersonen auf und wurde in die erweiterte Geschäftsleitung berufen. Der Austausch mit erfahrenen Führungskräften war enorm wertvoll. Heute erinnere ich meine Teams immer wieder an ihren Mehrwert und ermutige sie, Synergien zu schaffen und neue Wege zu gehen.

Claire Galesne: Ein paar Monate nach Abschluss des Programms habe ich eine neue Funktion übernommen. Der Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen und meiner Mentorin haben mir zudem geholfen, in meinen Entscheidungen und im Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen selbstbewusster aufzutreten.

Konntest du Blockaden oder Grenzen überwinden?

Claire Galesne: Eindeutig. Die Diskussionen in Kleingruppen waren sehr aufschlussreich, denn man merkt rasch, dass man mit seinen Zweifeln nicht alleine ist. Sogar erfahrene Frauen in Führungspositionen stossen ab und zu auf Hindernisse. Diese Erkenntnis und das Wissen der Gruppe haben geholfen, meine Ängste zu relativieren und konkrete Lösungen zu finden, um weiterzukommen.

Noémie Remacle: Das Programm hat viele falsche Annahmen widerlegt, zum Beispiel, dass das Imposter-Syndrom kein Charakterzug ist, dass das Selbstvertrauen im Laufe der Karriere irgendwann an seine Grenzen stösst oder dass es anmassend ist, sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Dank dem Programm konnte ich an Selbstvertrauen gewinnen, mehr Risiken eingehen und meine Ambitionen kommunizieren.

Was rätst du Frauen, die an ihren Leadership-Skills arbeiten möchten?

Noémie Remacle: Nehmt euch Zeit für die Selbstreflexion und denkt daran: «Ich bin der CEO meines Lebens! »

Claire Galesne: Erlaubt euch, ehrgeizig zu sein! 

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