Vorfreude auf den Schulanfang

21. August 2020 | Kommentar(e) |

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Der Beginn des Schuljahres: entfernte Erinnerung, Vorfreude, ein einfacher Termin in der Agenda oder Quelle der Angst? Eigentlich ein einfacher Tag, der manchen aber auf dem Magen liegt ... In unserem Blog erfahren Sie mehr über ein wenig bekanntes und für die betroffenen Familien und Angehörigen oft einschneidendes Phänomen.

Die Kinder

Für Kinder ist der Beginn des Schuljahres normalerweise eine Zeit der Begeisterung, der Freude und des Vergnügens, kann aber auch Quelle von Stress und Ängsten sein. Wenn Ihr Kind während der Schulzeit gereizter ist, schlecht schläft, über Kopf- oder Bauchschmerzen klagt, Appetitlosigkeit zeigt oder während der morgendlichen Routine weint, und dieses Verhalten über mehrere Wochen anhält, ist es ratsam, mit dem Lehrer zu sprechen oder professionelle Hilfe zu suchen. Es kann eine Angst sein, die mit der Schule, dem Versagen, anderen Schülern, dem Lehrer oder einer bestimmten Situation zusammenhängt. Ohne mit dem Kind zu sprechen oder ihm das Gefühl zu geben, dass es sich auf Sie, seine Familie und Freunde verlassen kann, entwickelt sich ein solcher Stress schnell zu einem chronischen Problem. Selbst wenn Sie selbst nicht genau weiter wissen, ist es wichtig, den ersten Schritt zu wagen: Reden Sie darüber!

Die Eltern

Manchmal sind es die Eltern, die gestresster sind als ihre Kinder. Zwischen 26 und 33% geben an, dass sie zum Zeitpunkt der Rückkehr ihrer Kinder in die Schule Stress oder Angst empfinden. Das heisst, dass ein Elternteil von drei Schülern diesem Stress ausgesetzt ist. Der Stress nimmt zu, je älter die Kinder sind. Auf der anderen Seite gilt: Je wohlhabender die Familie, desto weniger Stress wird empfunden. Die Quelle dieser Ängste wird im Allgemeinen mit vier Dingen in Verbindung gebracht:

  1. Unsicherheit in der Schule
  2. Ein möglicherweise schlechter Lehrer
  3. Schlechte Noten
  4. Schwierigkeiten bei der Integration

Weitere Faktoren sind unter anderem der Rhythmuswechsel, das obligatorische Material, Logistik, verfügbare und zu investierende Zeit. Der Stress der Eltern wirkt sich unter anderem negativ auf das Kind aus – aber nicht nur. Auch die Partnerschaft und das berufliche Umfeld können leiden. Bevor der Stress überhandnimmt, ist es wichtig, den ersten Schritt zu wagen: Reden Sie darüber!

Die Schule

Das, was auf dem Pausenplatz passiert, kann für das Kind belastend sein. Lehrer haben einen entscheidenden Einfluss darauf, potenziell kritische Situationen zu entschärfen. Unabhängig vom Ursprung des Problems (Spott, Konflikte, Schulnoten, Integration usw.) ist das Lehrpersonal oft der erste Sensor für das Unwohlsein eines Kindes. Sobald ein Problem erkannt wurde, spricht der Lehrer zuerst mit dem Kind, dann mit den Eltern darüber und holt sich, wenn das Problem fortbesteht oder über seinen Kompetenzbereich hinausgeht, externe Unterstützung. Je nach Kanton können Schulmediatoren oder pädagogische Mitarbeiter hinzugezogen werden, wenn es die Situation erfordert. Wie der Lehrer versuchen die Mediatoren zunächst, einen Dialog herzustellen, um gemeinsam Lösungen zu finden: Kind, Eltern, Schule und eventuell Mitschüler. Noch einmal, der Schlüssel lautet: Reden Sie darüber!

Als letzter Punkt

Wenn sich also während der Schulzeit eine Verhaltensänderung bei Ihrem Kind bemerkbar macht, wenn ein Lehrer von einer potenziell problematischen Situation berichtet oder wenn ein Kollege Anzeichen von Stress und Angst im Zusammenhang mit der Rückkehr seines Kindes in die Schule zeigt ... dann sprechen Sie darüber, kommunizieren Sie, suchen Sie Hilfe oder bieten Sie sie an! Stress und Angst in der Schule kann für Sie selbst oder Ihr Kind ein Tabuthema sein, aber es existiert und verursacht Leid. Darüber zu sprechen bedeutet, das Problem zu verstehen und ist der allererste Schritt zur Verbesserung. Starten Sie also gut in das neue Schuljahr, und lassen Sie uns dafür sorgen, dass Schule nicht Stress, sondern Freude bereitet.

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