Sport stärkt das Abwehrsystem

25. Juli 2019 | Kommentar(e) |

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Sportler werden nicht krank. Zumindest sind sie besser gegen Krankheiten gewappnet. Wussten Sie, dass regelmässige Bewegung (30-60 Minuten, 3-5 Mal pro Woche) unser Abwehrsystem stärkt? Dank Sport kann der Körper Infektionen abwehren und die Zahl unserer Immunzellen steigt. Bleiben Sie gesund, indem Sie Sport treiben.

Das Abwehrsystem: Verteidigung gegen Krankheitserreger

Jeder Körper besitzt eine kleine Armee zur Verteidigung gegen Krankheitserreger: das Abwehrsystem, oder auch Immunsystem genannt. Diese Armee verteidigt geschlossen die Gesundheit des Lebewesens. Sie entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen oder fremde Substanzen und verhindert damit, dass Sie krank werden. Die Zellen des Immunsystems zirkulieren in den Blutgefässen und Lymphbahnen und kommen in den Geweben des Körpers vor.

Hierbei gibt es zwei grundlegen verschiedene Mechanismen:

  • Der erste Abwehrmechanismus: Die angeborene Immunantwort. Bereits einfache Organismen besitzen einen solchen Abwehrmechanismus. Dieser erkennt als fremd eingestufte Stoffe oder Lebewesen und bekämpft diese. Nur Minuten nach dem Eindringen werden die „Feinde“ erkannt und angegriffen, und bereits nach wenigen Stunden sind sie vollständig beseitigt. Die angeborene Immunantwort ist meistens bereits wirksam genug, um den Grossteil von Infektionen zuverlässig abzuwehren.
  • Schutzfunktion der Wirbeltiere: Die adaptive Immunabwehr. Dieser Abwehrmechanismus entwickelte sich im Laufe der Entwicklung der Wirbeltiere aus der angeborenen Immunabwehr. Wie der Name es bereits verrät, können sich die Zellen anpassen, um den Angreifer gezielt zu bekämpfen. Das angeborene und das adaptive Immunsystem arbeiten zusammen. Durch diese Koordination wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht.

Sport zur Unterstützung der inneren Armee

Sie wissen, dass Sport gut für die Gesundheit ist. Doch was geschieht mit dem Körper, wenn Sie regelmässig Sport treiben? In erster Linie wird Ihre Moral davon profitieren. Sie können den Kopf leeren und sich nur auf Ihren Körper konzentrieren. Sie lenken sich ab und denken daran, den Gipfel zu erreichen anstatt sich an den Berg von Arbeit zu erinnern.

Wenn Sie sich selber pushen und durch Sport treiben Endorphine freisetzen, dann hilft Ihnen dieses Hormon dass Sie sich besser fühlen. Sportliche Erfolge sind auch gut für das Selbstvertrauen und motivieren Sie, wieder die Laufschuhe zu schnüren.

Auch hilft Sport das Gewicht im Griff zu halten. Sie müssen aber selber wählen, ob Sie Sport machen um abzunehmen oder zum Ausgleich, damit Sie beim Grillabend nicht zu sehr auf die Kalorien schauen müssen. In jedem Fall ist regelmässige Bewegung gut für das Herz und die Durchblutung. Zudem wird das Risiko kleiner an Diabetes oder Osteoporose zu erkranken.

Und was ist nun mit den Infektionen?

Nach 45 Minuten moderatem Sport erhöht sich die Zahl der Leukozyten der Immunabwehr. Durch Bewegung und gesunde Ernährung ist der Körper in der Lage, die Leukozyten schneller in Bereiche des Körpers zu senden, wo sie zur Immunabwehr benötigt werden. Damit werden Infektionen effektiv bekämpft.

Fall Sie aber Ihren Körper zu sehr beanspruchen, schlägt dieser Effekt nicht ein. Bei einer Überbeanspruchung wehrt sich der Körper und das Immunsystem wird geschwächt (Immunsuppression). Die Zahl der Immunzellen nimmt ab, Sie sind weniger geschützt und anfälliger für eine Infektion. Beim Sport ist es wir beim Apéro: Mit Vorsicht zu geniessen.

Wichtig für das Immunsystem ist auch der Thymus. Dies ist eine Drüse im Körper von Wirbeltieren, der als lymphatisches Organ die spezifische Abwehr ausprägt (sogenannte T-Lymphozyten). T-Lymphozyten bilden sich im Thymus und wehren sich gegen spezifische Antigene, die unseren Körper angreifen. Sie erkennen die Feinde, merken sich diese und zerstören diese immer schneller. Der Thymus entwickelt diese Zellen jedoch nur bis zu einem gewissen Alter, nach der Pubertät bildet sich der Thymus zurück. Bei regelmässiger Bewegung kann aber das Abwehrsystem eines 50-Jährigen trotzdem mit dem eines 25-Jährigen gleichgestellt werden.

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