Natürlich gut schlafen

13. Dezember 2017 | Kommentar(e) |

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Leiden Sie ab und zu an Schlafstörungen? Oft ist es besser, natürliche Lösungen für einen besseren Schlaf zu finden.

Mit 60 Jahren hat der Mensch 20 Jahre schlafend und fünf träumend verbracht. Es ist daher wichtig, einen harmonischen Weg für den Umgang mit dem Schlaf zu finden. Denn dieser ist wesentlich für die körperliche und geistige Erholung. Die Gründe für Schlaflosigkeit können vielfältig sein und jeder muss eine passende Lösung finden. Es gibt aber ein paar einfache allgemeingültige Regeln, die in unserer hektischen Gesellschaft oft vergessen gehen.

Achten Sie auf Ihren Rhythmus

Einschlafstörungen können daher rühren, dass Sie Ihren persönlichen "Schlaf-wach-Rhythmus" nicht einhalten. Schlaf läuft in Zyklen von ungefähr eineinhalb Stunden ab. Wenn Sie nicht im Bett liegen, wenn Sie schläfrig sind, riskieren Sie, den Sandmann zu verpassen. Passen Sie Ihre Schlafenszeiten Ihrem Rhythmus an und gehen Sie zu regelmässigen Zeiten zu Bett. Wenn Sie eine Nachteule sind, dann bringt es nichts, um 20.00 Uhr im Bett zu liegen. Bei Müdigkeit hilft ein Mittagsschlaf zur Erholung: 15 bis 20 Minuten, wenn möglich zwischen 13.00 und 15.00 Uhr, genügen.

Essen Sie leichte Mahlzeiten

Es gibt kein Wundernahrungsmittel, das den Schlaf begünstigt. Abends wird empfohlen, leichte, stärkehaltige (Teigwaren, Reis, Kartoffeln usw.) und zuckerhaltige Lebensmittel (Honig usw.) mindestens eineinhalb Stunden vor dem Zubettgehen zu sich zu nehmen. Legen Sie sich nicht mit vollem Magen schlafen: Dies kann zu nächtlichen Krämpfen oder Heisshunger führen, was frühzeitiges Aufwachen fördert. Vermeiden Sie Getränke wie Kaffee, Tee oder Coca-Cola, denn sie regen das Nervensystem zu stark an.

Richten Sie Ihr Zimmer angenehm ein

Sie verbringen einen Drittel Ihres Lebens im Schlafzimmer. Haben Sie es gemütlich eingerichtet?
Beachten Sie für einen guten Schlaf Folgendes:

  • Lüften Sie das Zimmer gut und dunkeln Sie es vollständig ab.
  • Achten Sie auf eine angenehme Zimmertemperatur zwischen 15 und 18 Grad.
  • Pflegen Sie Ihre Matratze und stellen Sie sicher, dass sie nicht zu hart und nicht zu weich ist.
  • Passen Sie Ihre Bettdecken der Temperatur an die Jahreszeit an.
  • Verwenden Sie Ohrenstöpsel, wenn Sie in einer lärmigen Umgebung schlafen.

Halten Sie sich an ein Einschlaf-Ritual

Alle Mittel zur Entspannung können helfen: Verdauungsspaziergang, sanfte Musik, erholsame Lektüre, warmes Bad mit Aromaessenzen (Lavendel, Mandarine). Vermeiden Sie es, sich vor dem Zubettgehen Sorgen zu machen. Atem- oder Entspannungsübungen helfen, körperlich und geistig loszulassen. Auch Sophrologie, Musiktherapie oder Yoga sind Techniken, die zur Entspannung beitragen.

Ziehen Sie natürliche Therapien vor

Wenn diese Regeln zu einer gesunden Lebensweise keine Abhilfe schaffen, könnten Pflanzen weiterhelfen. Es gibt fünf Arten, die eine beruhigende Wirkung haben: Weissdorn, Melisse, Passionsblume, Lindenblüten und Baldrian. Sie werden am besten zusammen mit oder als Tee eingenommen. Sie kommen auch in rezeptfreien Arzneimitteln vor. Wenn Sie hohe Dosen von Schlafmitteln einnehmen, sollten Sie diese langsam absetzen und allmählich zur pflanzlichen Therapie übergehen.

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Autor(in)

Facharzt für Innere Medizin FMH
Vertrauensarzt bei der Groupe Mutuel seit 2003

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